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#1 12.01.2005 15:36:44

Matthias
Gast

Interlock fähig <- was ist das?

Hallo,

ich hab grad in der Beschreibung der Cinestar-Kinos folgendes gelesen:
"Extras          Alle Säle klimatisiert. Saal 4-10 Interlock-fähig."

Ich kenne mich ja mit Kinos ned so wirklich gut aus, aber von Interlock in bezug auf kinos hab ich noch nie was gehört. Kann mir irgendwer erklären, was des ist?

Gruß, Matthias

#2 12.01.2005 16:47:27

snyke
IN-Kino Staff
Ort: Ingolstadt
Registriert: 09.01.2005
Beiträge: 201
Web-Seite

Re: Interlock fähig <- was ist das?

Hi,

Matthias schrieb:

Kann mir irgendwer erklären, was des ist?

interlock bedeutet, das eine einzige Kopie eines Filmes gleichzeitig in mehreren Sälen vorgeführt werden kann. Hierbei läuft der Film vom Teller A (Geberteller) zum ersten Projektor, von dort aus über Ausgleichsschleifen mit Gewicht dran um den Filmzug herzustellen zum nächsten Projektor usw. bis er schliesslich wieder vom Zielteller aufgewickelt wird. Dadurch ist aber extrem genauer Gleichlauf der Projektoren erforderlich. So ist das nur theoretisch unbegrenzt fortsetzbar. Praktisch wäre es zu viel Aufwand eine höhere Anzahl von Maschinen zu bespielen.

Der Film läuft halt mit einer Verzögerung von ein paar Sekunden. Vorteil hierbei: Man braucht eben nur besagte eine einzige Kopie!

Hoffe damit geholfen zu haben.

Gruß, Fabian

Beitrag geändert von snyke (12.01.2005 16:48:03)


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#3 01.02.2005 15:56:21

CineStar
Theaterleitung CineStar IN
Registriert: 01.02.2005
Beiträge: 9

Re: Interlock fähig <- was ist das?

Matthias schrieb:

Hallo,

ich hab grad in der Beschreibung der Cinestar-Kinos folgendes gelesen:
"Extras          Alle Säle klimatisiert. Saal 4-10 Interlock-fähig."

Ich kenne mich ja mit Kinos ned so wirklich gut aus, aber von Interlock in bezug auf kinos hab ich noch nie was gehört. Kann mir irgendwer erklären, was des ist?

Gruß, Matthias

Hallo Matthias,

Hm, Fabian beschreibt es richtig, vielleicht kann ich es jedoch noch etwas verdeutlichen.


Im Kino benutzen wir als Vorlage immer noch 35mm Kopien. Das bedeutet, dass wir für jeden Film, den wir zeigen, eine Kopie im Hause haben müssen.
Nun ist es so, dass man heutzutage nicht immer die kommerzielle Erwartung - sprich wieviele Besucher kommen denn überhaupt - im Vorfeld schon richtig einschätzen kann. Um die Besucher nicht zu verärgern und natürlich auch, um Umsatzverluste zu vermeiden, gibt es in modernen Multiplexen bis heute im wesentlichen zwei Vorgehensweisen:

1. Saaltausch

Mit Hilfe der modernen Ticketsysteme können wir auch kurz vor Beginn einer Vorstellung noch Kinosäle tauschen. Sitzplätze bleiben die gleichen, da die Kinosäle ineinander spiegelbar sind.

2. Interlock

Wenn mehr Besucher kommen, als im geplanten Kinosaal platz ist, dann schalten wir mehrere Kinos in Reihe.
Interlock bedeutet, wir schalten zwei Kinoprojektoren synchron und leiten das 35mm Filmband von einem Projektor zum nächsten weiter. Diese stehen in der Regel 10-20 m entfernt von einander. Auf dem Weg von einem Projektor zum nächsten sind dann diverse Rollen, sowie ein "Ausgleichsgalgen" montiert. Die Motoren der Projektoren werden dann elektronisch synchronisiert, damit sie exakt mit der gleichen Geschwindigkeit laufen. Die immer noch minimalen Unterschiede fängt dann der "Ausgleichsgalgen" auf. Aufgrund der Entfernung von Projektor zu Projektor kommt es dann zu einem Zeitunterschied von ca. 20-30 Sekunden.

Theoretisch können wir im CineStar die Kinos 4-10 zusammenschalten und die Kinos 1-3. Ist bisher aber nur in der Testphase mit allen Projektoren angewendet worden. Bisher haben wir hin und wieder zwei oder auch drei Kinos zusammengeschaltet. Es ist aber beispielsweise bei "Star Wars - Episode III" denkbar, dass wir bei dem Film auch mal alle sieben brauchen. Wäre nett. Dann beträgt der Zeitunterschied zwischem ersten und letztem Kinosaal etwa 3-4 Minuten und man kann seiner Lieblingsszene quasi "hinterherlaufen".

Gruß
Jan Dörge

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